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Kinderkrankheiten

Spezielle Krankheiten

ADS - ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)

Kaum eine psychische Erkrankung löst so viel Debatten aus, wie die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), die auch als Hyperkinetische Störung (HKS) oder Zappelphilippsyndrom bezeichnet wird. Der US-Nervenarzt Leon Eisenberg hat kurz vor seinem Tod 2009 offenbart: „Niemals hätte er gedacht, dass seine Erfindung einmal derart populär würde. ADHS ist ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung!“

ADS/ADHS soll eine bereits im Kindesalter beginnende psychische Störung sein, die sich durch Probleme mit der Aufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität äußert.

Schätzungsweise drei bis zehn Prozent aller Kinder zeigen Symptome im Sinne einer ADHS. Die ADHS gilt heute als häufigste Verhaltensstörung bei Kindern und Jugendlichen. Jungen sind merklich häufiger betroffen als Mädchen. Verlaufsstudien haben gezeigt, dass bei 40–80 Prozent der diagnostizierten Kinder auch beim Heranwachsen diese Störung fortbesteht und mindestens in einem Drittel der Fälle auch noch im Erwachsenenalter ADHS-Symptome bestehen.

Nach der übereinstimmenden Meinung vieler Experten sind heute nicht mehr Kinder und Erwachsene betroffen, als dies früher der Fall war. ADHS tritt aber aktuell verstärkt und offensichtlicher zutage, sodass sich die Grenze zwischen nicht Behandlungsbedürftigen und Behandlungsbedürftigen in den letzten Jahrzehnten verschoben hat. Vermutete Ursachen dafür sind zum einen die fortschreitende Vernetzung der Gesellschaft und die damit einhergehende Reizüberflutung durch ein Überangebot an Informationen, Kommunikation und medialen Reizen wie Fernsehen, Computer und Mobiltelefon, zum anderen die deutlich erhöhten Anforderungen an jeden Einzelnen durch die zunehmende Komplexität im privaten und beruflichen Leben sowie die immer häufiger vorzufindende Strukturlosigkeit in Familie, Schule und Gesellschaft. Aufgrund dieser Gegebenheiten sehen sich ADHS-Betroffene meist einer größeren Herausforderung gegenüber, ihr Leben zu gestalten.

Problematisch ist die Diagnosestellung, da die Kernsymptome auch als völlig normale Erscheinungen in den Entwicklungsphasen des Vorschulalters auftreten und die Unterscheidung zwischen der Norm und Auffälligkeit Eltern, Erziehern und Pädagogen daher oft sehr schwerfällt.

In den letzten 30 Jahren wurden zumeist Erziehung, Elternproblematik, Vernachlässigung und frühkindliche Traumata als Ursachen von ADHS angenommen und die Störungen grundsätzlich als soziales und pädagogisches Problem angesehen. Heute geht man von einem integrativen Modell als Ursachen der Störung aus. In diesem Modell dienen sowohl die neurobiologischen als auch psychologischen Ursachen als Erklärung für die Entstehung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung.

Nach derzeitigem Forschungsstand ist von einer Multikausalität (mehrere Ursachen) auszugehen, also dem Zusammenwirken biologischer, psychischer und sozialer Faktoren. Jedoch unabhängig davon, ob es eine anerkannte psychische Störung ist oder ein gesellschaftlich oder sogar erzieherisches Problem sein mag. Der Leidensdruck für das Kind und für die Familie kann enorm groß sein. Die Nichtakzeptanz des sich anders verhaltenden Kindes führt nicht selten in einen Teufelskreis aus Verminderung des Selbstwertgefühls, Aggressionen und Depressionen. Eine rechtzeitige Beachtung und das richtige Verstehen bei Aufmerksamkeitsproblemen und anderen Auffälligkeiten sind dringend erforderlich, um ein Familiensystem wieder zu stabilisieren, ohne es zu pathologisieren (krankhaft zu machen).

Bekannte bzw. beschriebene Symptome:

  • Hyperaktive Kinder und Jugendliche
    - zappeln ständig mit Händen und Füßen oder rutschen auf dem Stuhl herum
    - verhalten sich allgemein sehr unruhig
    - haben Schwierigkeiten, still zu sein
    - sind ständig in Bewegung, laufen und klettern in unpassenden Situationen herum
    - reden unaufhörlich dazwischen (wird auch als  "Sprechdurchfall" bezeichnet)
  • Unaufmerksame Kinder und Jugendliche
    - sind unfähig, sich zu konzentrieren oder länger aufmerksam zu sein
    - lassen sich leicht ablenken und haben keine Ausdauer beim Spielen oder beim Erledigen von Aufgaben
    - sind übermäßig vergesslich; haben Schwierigkeiten, Aufgaben und Aktivitäten zu organisieren
    - führen Aufträge nicht vollständig zu Ende, z. B. Schularbeiten
  • Impulsive Kinder und Jugendliche
    - platzen häufig mit Antworten heraus, bevor eine Frage beendet worden ist
    - können nur schwer warten, bis sie an die Reihe kommen
    - platzen ständig in Gespräche oder Spiele anderer hinein
    - reden unüberlegt, viel und ungebremst
    - sind in allem, was erledigt werden muss sehr sprunghaft und nicht zuverlässig

 
Behandlungsgrundsätze

Internationale Studien und Richtlinien empfehlen eine Kombination verschiedener Behandlungsbausteine. Dieses nennt sich eine multimodale Therapie.

Die drei wichtigsten Säulen der ADHS-Behandlung sind:

  • Psycho-/Verhaltenstherapie
  • Einsatz von Medikamenten
  • Pädagogische Maßnahmen (Eltern-, Lehrertraining)
  • Aufklärung und Beratung von Patienten, Eltern und Lehrern
  • Interventionen in der Familie einschließlich Familientherapie
  • Intervention im Kindergarten/in der Schule
  • Kognitive Therapie des Kindes/Jugendlichen


Grundsätzlich sind die Symptome und Auswirkungen in der Vorgehensweise einer Behandlung ausschlaggebend. Vor allem der  Leidensdruck des Kindes/ Jugendlichen mit ADHS und seiner Familie spielt hier die größte Rolle.

Literatur: Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie u. a. (Hrsg.): Leitlinien zu Diagnostik und Therapie psychischer Störungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter, Deutscher Ärzteverlag, 3. Überarbeitete Auflage 2007

Albträume

Ein  Kind schreckt schreiend und verängstigt aus dem Bett hoch und kann danach nur schwer wieder einschlafen. Diese Furcht einflößenden Zwischenfälle passieren häufig in der zweiten Nachthälfte, wenn die meisten Menschen träumen. Dies ist ein sogenannter Alptraum, sollte aber nicht mit dem Nachtschrecken verglichen oder verwechselt werden.
Die Auslöser oder begünstigenden Faktoren sind vielfältig. Albträume  können z. B. durch eine Vorlesegeschichte entstehen, durch ein  Video vor dem Schlafengehen, oder auch positiver Stress (Aufregung vor dem Kindergeburtstag oder ähnliche Besonderheiten)  während des Tages. Manche Kinder werden sich auch am nächsten Tag eventuell noch an den Alptraum erinnern und bei dem Gedanken verstört bzw. weiterhin ängstlich sein.

Die meisten Kinder haben ab und zu einen Albtraum. Es ist also nicht Seltenes. Trotzdem oder gerade deswegen ist es wichtig, dieses nicht zu bagatellisieren und das Kind ernst zu nehmen. Zwei bis vierjährige Kinder sind besonders anfällig, weil sich in diesem Alter sowohl Furcht als auch Fantasie entwickelt. Es gibt viele Stressauslöser für ein Kindergartenkind, vom Windel ablegen bis zum Umzug in ein großes Bett. Vielleicht hat Ihr Kind mit neuen Betreuern oder Erziehern zu tun, oder hat mitbekommen, dass Sie als Eltern Ärger mit Kollegen oder Ihrem Chef haben. Albträume sind eine normale Reaktion, mit der Ihr Kind diese Gefühle verarbeitet.

Richtige Hilfestellung: Gehen Sie zu Ihrem Kind, wenn es weint oder schreit. Jetzt ist körperliche Nähe wichtig, umarmen Sie Ihr Kind oder streicheln Sie es, bis es sich wieder beruhigt hat. Viele Elternratgeber empfehlen auch das  Kind mit ins Elternbett zu nehmen, weisen aber gleichzeitig daraufhin, es nicht zur Gewohnheit werden zu lassen, denn das sei später schwer wieder abzustellen. Hier gibt es aber sehr unterschiedliche Erziehungsansichten und Empfehlungen von Erziehungsexperten.

Grundsätzlich werden folgende Vorgehensweisen empfohlen:

  • Lassen Sie Ihr Kind von dem Traum erzählen, wenn es will (nicht zwingen)
  • Trösten Sie Ihr Kind
  • Kindergartenkinder beginnen gerade erst, den Unterschied zwischen Realität und Fantasie zu verstehen. Sagen Sie deshalb immer wieder, dass dieser Albtraum nicht die Wirklichkeit ist, denn so beginnt der Lernprozess für Ihr Kind, dass Albträume nicht real sind
  • Sie können Ihrem Kind auch zeigen, dass keine Monster unter dem Bett oder im Kleiderschrank sind. Auch hier empfehlen einige Elternratgeber es nicht zu übertreiben und sich instrumentalisieren zu lassen (es wäre für das Kind ein Spiel- und Zeitvertreib), sonst würden Sie schnell in eine übertriebene „Alle-Ecken-müssen-untersucht-werden“-Aufgabe hineingezogen
  • Überzeugen Sie sich nach dem Albtraum, dass Ihr Kind sein Lieblings-Stofftier hat, das ein Nachtlicht brennt und erinnern Sie Ihr Kind daran, dass Sie selbst ganz in der Nähe und alle in der Wohnung sicher sind
  • Wenn Ihr Kind auch am nächsten Morgen noch von dem Albtraum erzählt, lassen Sie es ein Bild von dem Traum malen und dieses dann zerreißen und wegwerfen
  • Gehen Sie die Angstmachenden Szenarien mit Ihrem Kind durch.
    • Wenn also das Monster da wäre, was würdest Du tun? (Kind antwortet z. B. laut rufen/schreien).
    • Was würde dann passieren? (Kind antwortet z. B. Mama/Papa kommt)
    • Was würden Mama und Papa dann machen (Kind antwortet z. B. mich beschützen/Monster verjagen o. ä.)


So lernt das Kind entsprechende Bewältigungsstrategien zu benutzen und ist dem  Angstgeschehen nicht hilflos ausgeliefert. Manche Kinder fühlen sich auch wohler, wenn sie in einer verängstigenden Situation die Kontrolle übernehmen und selber etwas gegen die “bösen Geister” unternehmen können.

Können Albträume verhindert werden?
Nein, es  gibt leider keine Garantien, aber ein friedliches Bettzeit-Ritual kann Albträume verhindern/reduzieren. Ein warmes Bad, eine freundliche Geschichte und ein Nachtlicht gehören dazu. Wählen Sie die Gute-Nacht-Geschichte sorgfältig aus, vermeiden Sie solche mit potenziell verängstigenden Themen oder Bildern.

  • Unter Umständen können auch diese Tricks/Geschichten helfen:
    • Basteln oder malen Sie mit Ihrem Kind einen “Traumfänger” z. B. aus Pfeifenreinigern, der über das Bett gehängt wird. Diese indianische Tradition soll böse Träume fangen und die guten Träume durchlassen
    • Nehmen Sie ein wenig Creme oder Lotion. Nennen Sie es “Gute-Träume-Creme” und lassen Sie Ihr Kind sich damit am Bauch oder der Stirn einreiben, bevor es ins Bett geht
    • Nehmen Sie eine kleine Sprühflasche mit Wasser und ein paar Tropfen Vanille-Duft oder ähnliches. Ihr Kind kann dann diese Monsterabwehr vor dem Schlafengehen im Zimmer versprühen


Wenn Sie vermuten, dass Angst oder Stress die Alpträume auslöst, versuchen Sie am Tag mit dem Kind darüber zu reden. Sollten die Alpträume immer wiederkehren, und dadurch das ins Bett gehen fast unmöglich machen, oder wenn Ihr Kind auch tagsüber die Angst verspürt, sollten Sie mit dem Kinderarzt sprechen. Eventuell deuten die Träume dann auf eine psychologische Situation hin, die besprochen werden sollte.

Bettnässen (Enuresis)

Physiologisch geht man davon aus, dass fast alle Kinder ab einem Alter von fünf Jahren psychisch und körperlich/organisch so weit entwickelt sind, dass sie eine willkürliche Blasenkontrolle haben und auch nachts nicht einnässen bzw. wach werden und zur Toilette gehen.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat die Enuresis als behandlungsbedürftige Erkrankung aufgeführt, wodurch ein wichtiger Schritt in Richtung Aufklärung und Behandlung statt Ignoranz oder gar Tabuisierung getan wurde.
Die ICCS (International Children's Continence Society, die Internationale Gesellschaft für kindliche Inkontinenz) hat nun die Bezeichnungen der Störungen und Erkrankungen rund um den unteren Harntrakt vereinheitlicht und standarisiert.
Dabei ist Enuresis ein Synonym für die so genannte intermittierende (unterschiedlich häufige) nächtliche Inkontinenz. Dabei werden folgende Kriterien bzw. Merkmale aufgeführt:

  • das Kind ist mindestens fünf Jahre alt
  • es nässt an mindestens zwei Nächten im Monat ein
  • organische Grunderkrankungen und medizinische Ursachen wurden ausgeschlossen.


Beim nächtlichen Einnässen handelt es sich häufig um eine genetisch bedingte Reifungsstörung des zentralen Nervensystems. Häufig ist dann die hormonelle Regulation des Antidiuretischen Hormons (ADH = Vasopressin) gestört, die den Wasserhaushalt im Körper steuert. Meist ist dann auch das Zusammenspiel zwischen Blasenkontrolle und der Schlaftiefe unterentwickelt.

Oft  haben Kinder, die nachts einnässen, auch tagsüber Probleme, trocken zu bleiben. Bei Kindern, die auch tagsüber einnässen, beobachten Eltern häufig, dass die Kinder selten zur Toilette gehen und den Urin anscheinend absichtlich zurückhalten. Das nennt man Miktionsaufschub und dabei handelt es sich fast immer um eine verhaltens- oder psychogen bedingte Störung. Dann gibt es noch den Begriff Dyskoordination. Hierbei ist der Harnfluss bei den Kindern unterbrochen. Angenommen wird hierfür ein falsch erlerntes Verhalten. Kinder, die auch tagsüber einnässen - und das gilt auch, wenn der Schlüpfer nur feucht ist - müssen häufig ganz plötzlich und sofort auf die Toilette. Dies nennt man Dranginkontinenz (Urgency).

Wichtig ist das in Betracht ziehen organischer Ursachen, wenn das Kind auch oder nur tagsüber einnässt oder Symptome zeigt wie: häufiges Wasserlassen, Haltemanöver, Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen. In diesem Fällen müssen ein möglicher Harnwegsinfekt oder Anomalien des Harntraktes medizinisch überprüft werden. Man unterscheidet zwei Formen der Enuresis:

Primäre Enuresis: Wenn das nächtliche Einnässen von Geburt an besteht, ohne dass das Kind je eine trockene Phase hatte. Diese Kinder sind oft aber tagsüber trocken und zeigen folgende Symptome:

  • sehr tiefer Schlaf
  • schwere Erweckbarkeit bei normalem Schlafverhalten
  • häufiges nächtliches Einnässen (Polyurie)
  • häufiges nächtliches Einnässen mit großen Urinmengen
  • kein Einnässen während des Tages
  • seltene psychische Begleitsymptome
  • nie zuvor länger als sechs Monate trocken gewesen
  • keine organischen Missbildungen
  • kein Vorliegen einer Harnwegsinfektion


Sekundäre Enuresis: Wenn das Kind schon mindestens sechs Monate trocken war und dann wieder anfängt, nachts einzunässen. Oft finden sich hier beim Kind Lebensereignisse, die das Kind als Stress empfindet und emotional damit ausdrückt. Eine extreme Form ist z. B. der Verlust von Familienmitgliedern, die Scheidung der Eltern oder Schulprobleme.

Behandlung
Die Gratwanderung zwischen Behandlung und Abwarten ist hier in der Therapie sehr schmal. Abwarten hilft nicht allen Kindern! Die Initiative „Trockene Nacht“ hat folgende Zahlen veröffentlicht:

  • Nur eines von sieben einnässenden Kindern (ab fünf Jahre) wird jedes Jahr von alleine trocken
  • Die spontane Heilungsrate beträgt also etwa 13 bis 15 Prozent pro Jahr

Dennoch werden innerhalb von drei Jahren 50 Prozent aller Kinder mit Enuresis von allein trocken.
Untersuchungs- und Therapiemöglichkeiten: Der erste Ansprechpartner ist in der Regel der Kinderarzt.

Der Kinderarzt wird als Erstes wahrscheinlich eine organische, also körperliche Ursache durch medizinische Untersuchungen, wie z. B. Urinstatus ausschließen wollen. Als gutes Einschätzinstrument empfehlen dann viele Kinderärzte ein sogenanntes Blasentagebuch (auch Trink- oder Miktionstagebuch genannt). Sofern nötig, wird der Kinderarzt entsprechend dem Alter des Kindes, der Symptomatik, dem Leidensdruck sowie vor allem ursachenorientiert eine geeignete Therapie vorschlagen. Infrage kommen:

  • Urotherapie (z. B. Trinkplan und Rhythmisierung der Toilettengänge)
  • Medikamentöse Therapie (Desmopressin, Anticholinergika oder Trizyklische Antidepressiva)
  • Alarmtherapie (elektronische Wecksysteme),
  • Eine Kombination aus den oben genannten Ansätzen.


Literatur: A. VON GONTARD: Ratgeber Einnässen: Informationen für Betroffene, Eltern, Lehrer und Erzieher ISBN 978-3801724511

Internet:
www.initiative-trockene-nacht.de
www.kontinenz-gesellschaft.de
www.blasentagebuch.de

KISS-Syndrom

KISS ist die Abkürzung für Kopfgelenk-induzierte Symmetrie-Störung und ist als Krankheitsbild bisher weder bewiesen noch anerkannt. Das ist auch der Grund, weshalb die Therapien meistens von den Krankenkassen nicht übernommen werden.
Gerade Alternativmediziner sind jedoch überzeugt davon, dass einige Störungen in der frühkindlichen Entwicklung und Phänomene wie unaufhörliche Schreiattacken daher rühren.

Der Begründer des Begriffes KISS ist der  Chirurg Heiner Biedermann. Es sei eine Fehlstellung bei Kindern im Bereich der oberen Halswirbelsäule, welche in der Entwicklung das KiDD-Syndrom (Kopfgelenk-induzierte Dyspraxis/Dysgnosie) nach sich ziehen könnte. Diese Diagnose wird ebenfalls von der evidenzbasierten Medizin abgelehnt. Als Ursache für die Fehlstellung der Halswirbelsäule sind  geburtstraumatische Ereignisse sowie die Belastung der Halswirbelsäule bei der Geburt benannt. Es wird als Haltungsasymmetrie, also falsche Körperhaltung verstanden.

Therapeutisch werden von den Alternativmedizinern dabei komplementäre Therapien empfohlen, wie z. B. die Manualtherapie, Feldkrais-Methode und Osteopathie u.v.m. Allerdings rät die ärztliche Gesellschaft der Neuropädiatrie (Kinderneurologie) davon ab, wenn wirklich Symmetriestörungen oder motorischen Koordinationsstörungen vorliegen, hier Manipulationen im Bereich der Halswirbelsäule vorzunehmen.

Legasthenie/ Dyskalkulie (Lese-Rechtschreib-/Rechenstörung)

Die WHO hat diese beiden Störungen als Entwicklungsstörung und Erkrankung anerkannt. Grundsätzlich wird zwischen einer Störung und einer Schwäche unterschieden. Wobei die therapeutischen Ansätze hierbei gleich sind.

Achtung: In manchen schulischen Erlassen der Bundesländer ist es aber entscheidend ob hier eine SCHWÄCHE oder eine STÖRUNG beschrieben ist. Gerade wenn es um Entscheidungen von sogenannten Nachteilsausgleichen geht, ist es besonders wichtig, auf die richtige Diagnose und Dokumentation zu achten.

In der Regel sind für die Diagnose einer Lese-Rechtschreib-Störung folgende Richtwerte ausschlaggebend:

  • Das Intelligenzniveau liegt nicht im Bereich der geistigen Behinderung (IQ > 70).
  • Im Lese-Rechtschreibtest sollten etwas weniger als 90 Prozent der Vergleichskinder besser sein (Prozentrang < 10 Prozent; Schüler mit höherer Intelligenz und Lese-Rechtschreib-Störung wie auch Schüler, die ein Legasthenietraining hatten, erreichten meistens höhere Werte, sodass dies bei der Beurteilung berücksichtigt werden muss).
  • Die Lese- oder Rechtschreibleistung sollte deutlich schlechter sein, als dies nach der allgemeinen Intelligenzentwicklung zu erwarten ist


Man spricht bei der Diagnose von einem "doppelten Diskrepanzkriterium": Vom ersten Diskrepanzkriterium spricht man, wenn die Lese und Schreibleistung deutlich niedriger ist, als bei der übrigen Altersgruppe üblich. Vom zweiten Diskrepanzkriterium wird gesprochen, wenn die Lese- oder Rechtschreibleistung deutlich schwächer ist, als es der Intelligenzquotient erwarten ließe.

In der Regel beschreiben Eltern und Pädagogen die Kinder mit folgenden Merkmalen:

  • Niedrige Lesegeschwindigkeit, häufiges Stocken, Verlieren der Zeile im Text, aber auch das Auslassen, Vertauschen oder Hinzufügen von Wörtern, Silben oder einzelnen Buchstaben. Das Gelesene kann zum Teil nur unzureichend wiedergegeben bzw. interpretiert werden.
  • Hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten aber auch abgeschriebenen Texten. Wörter werden teilweise fragmenthaft, im selben Text häufig auch mehrfach unterschiedlich falsch geschrieben. Hinzu kommen auffallend viele Grammatik- und Interpunktionsfehler und oft eine unleserliche Handschrift.


Die Diagnose einer Lese-Rechtschreib-Störung wird durch Kinderärzte, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten oder Diplom-Psychologen gestellt. Wichtig sind dabei der Informationsaustausch und eine enge Kooperation mit der Schule und den Eltern. Lese- und Rechtschreibtests werden teilweise auch in den Schulen durchgeführt, größtenteils aber in speziellen Beratungsstellen oder den schulpsychologischen Diensten.

Therapie und Förderung sollen dem Kind ermöglichen, mit seinen Schwierigkeiten besser umzugehen. Die Therapie sollte ganzheitlich angelegt sein, d.h. der Gesamtpersönlichkeit der Kinder in schulischer, sozialer und emotionaler Hinsicht gerecht werden.

Dazu gehört in erster Linie, dass Legasthenie frühzeitig festgestellt und somit als Ursache für das Scheitern in der Schule anerkannt wird. Die psychische Entlastung ist ein zentraler Punkt der Legasthenie-Förderung, da Spannungen im Umfeld aufgrund der schlechten Leistungen meist noch weitere negative Folgen auch im gesundheitlichen Bereich nach sich ziehen.

Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang der Rückhalt in der Familie. Legasthene Kinder können sich nur positiv entwickeln, wenn sie von ihren Eltern trotz schlechter Leistungen anerkannt werden. Quälendes Üben zu Hause, welches selten den gewünschten Erfolg bringt und der Druck, besser werden zu müssen, können sehr belasten.

Leider ist es nicht immer bekannt, dass Kinder die von Legasthenie und/oder Dyskalkulie betroffen sind, nicht automatisch in der Schule gefördert werden. Auch  eine darüber hinausgehende Therapie wird nicht automatisch von den Krankenkassen übernommen. Schulen können auch nicht selbstverständlich angemessen fördern und sie haben auch nicht die immer die entsprechenden Mittel und Pädagogen bzw. Lernprogramme zur Verfügung. Eine große Hilfe und Beratungsmöglichkeit erhalten Sie bei dem Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie e. V.  

Zusätzliche Förderung erfolgt häufig durch außerschulische private Anbieter, die aufgrund der hohen Nachfrage zunehmen. Allerdings muss man sich sehr mit der Qualifikation der Therapeuten auseinandersetzen und sich hier z. B. beim Bundesverband neutral über die Hilfs- und Therapieangebote beraten lassen.

Internet: www.bvl-legasthenie.de

Nachtschreck (Pavor nocturnus)

Der Nachtschreck wird auch manchmal Nachtterror genannt. Ca. 15%  aller Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren sind davon betroffen. Es gibt allerdings auch schon Berichte von Babys ab neun Monaten.
Forschungen aus den Schlaflaboren belegen, dass die Kinder plötzlich „hochfahren“ und zwar aus der Tiefschlafphase (nicht in der Traumphase). Ein Kind in diesem Zustand weint, wimmert oder schlägt um sich.

Ein Nachtschreck kann zwischen zwei und 30 Minuten anhalten. Ein Kind in diesem Zustand lässt sich nicht beruhigen. Das kann für Eltern sehr beängstigend sein, wenn selbst wiederholte Beruhigungsversuche nicht wirken. Oberste Priorität hat hier dem Kind  Geborgenheit zu vermitteln, was jedoch meist alleine nicht reicht. Das Kind hängt sozusagen zwischen zwei Schlafphasen fest – Erziehungsratgeber empfehlen deshalb entweder eine Flasche Milch anzubieten, oder es aus dem Bett zu nehmen und in einen anderen Raum zu tragen, wodurch es geweckt werden soll. Für Eltern sehr schwer auszuhalten ist die Annahme von Experten, dass das Kind nicht wirklich wach ist und alle Bemühungen für das Gefühl der Eltern wichtig ist, aber das Kind selbst diese nicht mitbekommt.

Eltern wird häufig empfohlen, sich in die Nähe des Kindes zu setzen und zu warten, bis der Schreck vorbei ist. Innerhalb von 15 bis 20 Minuten sollte sich das Kind beruhigen, aufwachen oder wieder in tiefen Schlaf sinken. Am Morgen wird es sich an den Vorfall nicht erinnern und es wird empfohlen dieses auch nicht mit dem Kind zu thematisieren.

Prävention ist möglich!
Eltern können bei Kindern, die sehr häufig dieses Phänomen haben, darauf achten, dass die Kinder nicht aufgekratzt oder übermüdet ins Bett gehen. Es gibt Hinweise darauf, dass diese Kinder eher unter Nachtschreck leiden als andere. Babys unter einem Jahr brauchen 13 bis 14 Stunden Schlaf, inklusive ein bis zwei Tages-Schläfchen. Älteren Kindern reichen neun bis zehn Stunden in der Nacht und eine Stunde Mittagsschlaf. Um sicherzugehen, dass das Kind genug Schlaf bekommt, sollte es entweder morgens länger schlafen oder abends früh ins Bett gehen. Insbesondere immer gleiche Bettrituale, wie Gutenachtgeschichte und viel Kuscheln wirken sich positiv aus.

Nachtschrecken treten häufig in der ersten Nachthälfte auf, oft ca. zwei bis drei Stunden nach dem Einschlafen. Wenn der Schlafrhythmus für das Kind nachvollziehbar ist (immer gleiche Uhrzeit zum Schlafengehen), tritt meistens das Phänomen auch zur gleichen Uhrzeit auf. Daher wird auch empfohlen das Kind ca. 15 Minuten vor diesem Zeitpunkt zu wecken und so seine Schlafgewohnheiten zu ändern und den Nachtschreck davon abhalten, in den sanften Schlafphasen „aufzutauchen“.

Literatur:  Kast-Zahn und H. Morgenroth: Jedes Kind kann schlafen lernen - ISBN 978-3833836183

Schlafstörungen im Kindesalter
Unter dem Begriff Parasomnie werden alle Formen von Schlafstörungen in der Medizin zusammengefasst. Hierunter fallen alle unerwünschten und unangemessenen Verhaltensauffälligkeiten, die überwiegend im Schlaf auftreten. Hauptproblem ist, dass der Schlafprozess unterbrochen wird und somit in der Regel nicht mehr erholsam ist. Dies wirkt sich natürlich auf den Tagesablauf und die Lebensqualität aus. Die Ursachen werden wie folgt eingeteilt:
Schlafstörungen die eine organische Ursache haben wie z. B. Schmerzen und Schlafstörungen mit psychologischer bzw. psychosomatischer Begründung.


Im Kindesalter treten diese Schlafstörungen unter anderem aufgrund einer vorübergehenden Reifestörung des Gehirns auf und werden meist als harmlos betrachtet.

Wissenschaftliche Versuche legen nahe, dass eine erhöhte Aktivität eines Bereiches im Großhirn während des Tiefschlafes Parasomnien auslösen kann (die sogenannte Hirnstruktur namens Gyrus postcentralis).

Die Arten von Schlafverhalten bzw. -störungen kann man wie folgt einteilen:

  • Aufwachstörungen
  • Schlaftrunkenheit
  • Schlafwandeln (Somnambulismus)
  • Nachtangst (Pavor nocturnus)
  • Störungen des Schlaf-Wach Übergangs
  • Sterotype Bewegungen während des Schlafens
  • Einschlafzuckungen
  • Sprechen im Schlaf
  • REM-Schlaf abhängige Asystolie (Herzstillstand)
  • Zähneknirschen (Bruxismus)
  • Nächtliches Einnässen (Enuresis nocturna)
  • Primäres Schnarchen (also nicht aufgrund einer Erkältung o. ä.)
  • Gutartige Muskelzuckungen (Benigner neonataler Schlaf Myoklonie)


Grundsätzlich gilt, dass gerade in der kindlichen Entwicklung, viele Erlebnisse und emotionalen Ereignisse in der körperlichen Ruhephase vom Gehirn verarbeitet werden. Pathologische, also krankhafte Schlafstörungen sind es immer dann, wenn hierdurch dauerhaft der erholsame Schlaf durch diese Phänomene gestört oder sogar unmöglich gemacht wird.
In solchen Fällen besteht dringender Handlungsbedarf. Bei organischen Begründungen (Schmerzen, Durchblutungsstörungen, Atemwegs- oder Harnwegsinfektionen u.v.m.) muss die Ursache gefunden und medizinisch behoben werden. Bei nicht organischen Schlafstörungen, welche die Lebensqualität maßgeblich eingeschränken und/oder sogar eine Eigengefährdung  (z. B. beim Schlafwandeln) zur Folge haben können, ist in der Regel eine verhaltenspsychologische Therapie notwendig.

Schlafwandeln (Somnuambulie)

Die Somnambulie (von somnus = der Schlaf und ambulare = wandern), wird auch als Mondsucht (Lunatismus) bezeichnet. Schlafwandeln oder Nachtwandeln ist ein Phänomen, bei dem der/die Schlafende ohne aufzuwachen das Bett verlässt, umhergeht und teilweise auch Tätigkeiten verrichtet. Der jeweilige Vorfall dauert meist nur einige Minuten. Wie häufig das vorkommt, kann bisher nur geschätzt werden. Bei Erwachsenen geht man davon aus, dass ein bis zwei Prozent betroffen sind. Bei Kindern sind dagegen zwischen 10 und 30 Prozent betroffen. In etwa 70 bis 80 Prozent der Fälle verschwindet jedoch die Neigung bis zur Pubertät. Zudem handelt es sich nicht immer um eine andauernde Erscheinung, mitunter tritt sie nur einmalig oder wenige Male auf.
In früheren Zeiten nahm man an, dass der Vollmond oder eine andere Lichtquelle das Schlafwandeln auslöst, weshalb das Phänomen auch Mondsucht (Lunatismus) genannt wurde. Dies wurde aber mehrfach wissenschaftlich widerlegt und stimmt so nicht. Der aktuelle Forschungsstand zeigt, dass es sich beim Schlafwandeln um eine Störung des Aufwachmechanismus handelt, der abweichend vom Verhalten der meisten Schläfer zu nicht bewussten psychomotorischen Aktivitäten und zum Aufstehen führt. Bei anderen Menschen führt kurzes Aufwachen während des Schlafens nur dazu, dass der Betreffende sich im Bett umdreht oder bewegt und dann weiterschläft. Schlafwandeln tritt nur in Tiefschlafphasen und nicht in den Traumphasen (REM Phasen) auf. Körperliche Reize wie eine gefüllte Blase oder äußere Reize wie laute Geräusche können das Phänomen begünstigen. Da kindliches Schlafwandeln in der Regel mit der Pubertät verschwindet, gilt als wesentliche Ursache ein noch nicht voll ausgereiftes zentrales Nervensystem. Dass es eine familiäre Disposition gibt, ist jedoch sehr wahrscheinlich. Wenn beide Elternteile an Somnabulie leiden ist eine Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent gegeben, dass das Kind ebenfalls dieses Phänomen aufzeigt.

Wenn es zu behandlungsrelevanten Störungen kommt, wird der Kinderarzt als Erstes versuchen, eine organische Störung auszuschließen. Letztendlich wird in schweren Fällen mit einer hohen Selbst- und Fremdgefährdung während der Schlafwandelphasen oder auch durch chronische Übermüdung tagsüber, eine Schlaflaboranalyse notwendig. Hierbei wird unterstützend durch EEG (Hirnstrommessung) der Schlaf analysiert und diagnostiziert. Die Verlaufsform des Schlafwandelns beschränkt sich meistens auf das Bett. Meist setzen sich die Betreffenden auf, schauen sich um und sprechen meist unverständlich. Das  voll ausgeprägte Schlafwandlerphänomen zeigt das übliche Beschwerdebild mit „gehen durch Räume“ leider  einschließlich möglicher Verletzungsfolgen für den Betroffenen.

Die sehr seltene aggressive Verlaufsform des Schlafwandelns hingegen kann unvorhersehbare Ausmaße annehmen. Schlafwandler können gegenüber Personen, die ihnen helfen wollen oder auch nur ahnungslos im Wege stehen, gewalttätig werden.

Was passiert beim Schlafwandeln?

Beim Schlafwandeln kommt es zu sehr komplexen Handlungen. Dabei können verschiedene Tätigkeiten durchgeführt werden, der Unterschied zwischen den einzelnen Schlafwandlern ist sehr groß. Jedoch gibt es einige typische gleiche Verhaltensweisen beim Schlafwandeln:

  • Veränderung der Bewusstseinslage (herabgesetztes Bewusstsein) vor allem im ersten Drittel des nächtlichen Schlafes
  • verminderte Reaktivität
  • verminderte Geschicklichkeit
  • keine Erinnerung an das Schlafwandeln nach dem Aufwachen
  • ausdrucksloses, starres Gesicht
  • sehr selten aggressives Verhalten

Bei einer schlafwandlerischen Episode richtet sich der Betroffene zunächst im Bett auf und führt wiederholt motorische Bewegungen aus, zum Beispiel nesteln (rumfingern) an der Bettdecke. In manchen Fällen ist die Episode danach bereits beendet, ohne dass der Betroffene aufsteht. In anderen Fällen verlassen die Schlafwandler das Bett, gehen umher, öffnen Schränke oder Türen, verlassen das Zimmer und mitunter auch das Haus; es können sogar komplexe Tätigkeiten wie Autofahren verrichtet werden. Manche Schlafwandler essen während einer Episode.
Beim Schlafwandeln sind die Augen grundsätzlich starr geöffnet, das Gesicht ist ausdruckslos, die Koordination der Bewegungen mangelhaft, die räumliche Orientierung ist eingeschränkt. Hindernisse werden oft nicht wahrgenommen, es kann zu Treppenstürzen kommen, aber auch zum Sturz vom Balkon oder aus dem Fenster. Daher sind Schlafwandler prinzipiell unfallgefährdet. Sie sind ansprechbar und beantworten auch Fragen, jedoch mit undeutlicher Artikulation.
Die meisten Schlafwandler kehren selbstständig wieder in ihr Bett zurück und schlafen weiter. Nach dem Aufwachen können sie sich in den meisten Fällen an nichts mehr erinnern, teilweise entspricht die Erinnerung der an Fragmente eines Traums.

Behandlungsmöglichkeiten
Bei einer akuten Episode von Somnambulie sollten die Betroffenen möglichst nicht geweckt werden, da das zu schreckhaften, irrationalen und unerwarteten Reaktionen oder sogar einem Sturz führen kann, und der Betroffene in diesem Zustand völlig desorientiert ist. Das Wecken an sich ist allerdings nicht direkt schädlich. Kehrt er nicht allein ins Bett zurück, sollte er vorsichtig dorthin gebracht werden; leichtes Berühren und Lenken in die richtige Richtung können schon ausreichen. Eine spezifische Therapie mit verlässlichen Prognosen gibt es leider bisher nicht.